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Freitagmorgen 09.00 Uhr: Doris und Uwe standen natürlich pünktlich vor der Tür. Das nenne ich mal entspannt anreisen. Mit dem Auto ging es zum Hamburger Flughafen. Karl war auch schon da und er hatte doch tatsächlich unsere Reisepässe dabei.
Alle hatten ein Visum bekommen, also konnte uns nichts mehr aufhalten. Los ging es zum Schalter von Aeroflott und eingecheckt war dann auch im Nu. Noch schnell mit der Vogelfamilie (die trifft man auch überall, müssen Zugvögel sein) einen Pott Kaffee getrunken und dann auf nach Moskau. Dieses Mal hatten wir einen langsamen Flieger erwischt. Um 12:20 Uhr pünktlich abgehoben und erst um 17:30 gelandet. Naja, war halt Aeroflott. Aber vielleicht lag es auch daran, dass man uns unterwegs doch glatt 2 Std geklaut hatte. Blöde Zeitverschiebung. Aber egal, mal schauen in welchem Palast Karl uns dieses Mal untergebracht hat!? Puh, ein riesiger Schuppen, gefühlte 5000 Zimmer, aber ich glaube es waren nur 1770. Das Einchecken dauerte dann etwas länger, die Russen haben es gerne ruhig und gemütlich. Endlich den Zimmerschlüssel bekommen, schnell die Klamotten abgestellt und auf ging es in das Abenteuer russische Metro. Fahrkarten waren am Schalter relativ schnell besorgt und die Bahn konnte kommen. Kurze Zeit später wurde der rote Platz erobert. Alleine was es in dieser Gegend alles zu sehen gab, war schon der helle Wahnsinn. Dann noch ein Spaziergang durch die abendliche City in Richtung Hard Rock Café (Pflichtaufgabe). Dort haben wir natürlich keine Pins gekauft, sondern nur ein wenig Nahrung aufgenommen. Ein bisschen laut war es ja schon für so alte Säcke. Die Russen machten mächtig Party mit jeder Menge Stöckelmonstern (die Höhe der Absätze stand in Relation zur Breite der Gürtel), aber das schreckte uns auch nicht ab. Weit nach Mitternacht noch einmal Metro gefahren und im Hotel ein Absacker- Bierchen getrunken. Wer behauptet Moskau wäre nachts nicht sicher, der war wohl noch nicht dort. Wir hatten uns jedenfalls nie bedroht gefühlt, im Gegenteil, es war überall gute Stimmung.
Samstagfrüh um 09:00 Uhr begann die Stadtrundfahrt, mal sehen was unsere russische Reisebegleiterin Vera uns so alles zeigen wird. Das Wetter war schon mal auf unserer Seite. Als erstes fuhren wir ins Gebirge. Gut, der Bungsberg bei uns um die Ecke ist höher als die Sperlingsberge dort, aber die Moskauer haben eben nur diese Hügelchen. Der Ausblick war auch wirklich nicht übel, auch wenn der Aussichtspunk abgesperrt war, da sich mal wieder einige Pharmakonzerne ein Rennen auf zwei Rädern lieferten. Danach ging es in die Anlagen des Jungfrauen Klosters und zur neuen Kirche. Weiter an vielen tollen Gebäuden vorbei zum roten Platz und ins Kaufhaus Rum wie Lisa zu sagen pflegte. Schade Doris, dass Du das alles wegen Deiner blöden Erkältung nicht so richtig genießen konntest. Moskau ist wirklich eine tolle Stadt. Aber wir kommen bestimmt noch öfter hier her. Danach noch in die Arpat Strasse, wo es Mittagessen gibt. Gegen 14:30 Uhr machten wir uns auf in Richtung Tschechov, dem eigentlichen Anlass unserer Reise. Aus Moskau heraus war kein Problem. Aber dann hat uns dieser mörderische Verkehr doch noch erwischt: Stop and Go auf einer russischen Autobahn. Was alles den Namen Autobahn verdient, ist schon abenteuerlich. Dies war jedenfalls eine lose Teeransammlung ohne irgendwelche Fahrregeln. Was soll´s, machten wir eben das Beste daraus und holten ein wenig Schlaf nach. Nach knapp drei Stunden, die ersten Mitreisenden wurden dann doch schon unruhig, erreichten wir die Bärenhöhle.
Pünktlich, kurz vor Anpfiff, kam unser Auftritt. Heute durften die Spieler mal unseren Einlauf erleben. Ein bisschen mehr Applaus hätten wir schon erwartet, egal jetzt mussten die Stimmbänder wieder leiden. Das Spiel selber hat ja wohl jeder gesehen - unsere Nerven wurden mal wieder etwas strapaziert, aber einfach kann eben jeder! Wäre ja sonst auch Fußball. Nach gut einer Stunde stand fest:“Ja da sinn mer dabei - dat iss priima, viva Colonia“! Oder doch Düsseldorfia???
Abends im Hotel noch etwas gegessen und am nächsten Morgen um 07:00 Uhr ging es ohne Frühstück (aber das hatte wohl kaum einer wirklich vermisst) zum Flughafen. Wir wollten doch mal sehen, ob wir unsere 2 gestohlenen Stunden nicht zurück erobern konnten. Nach der Landung in Hamburg stand fest, auch das war uns gelungen.
Also war es mal wieder eine rund um gelungene Auswärtsfahrt.
Verfasser: Heike und Micha
(Danke Ihr Zwei)
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