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Veszprém - Eine Zugfahrt in das Handball-Tollhaus Ungarns!
Dieses Mal können wir richtig ausschlafen. Um 15:08 Uhr geht es mit dem Zug über Lübeck und Hamburg nach Berlin. Dort wartet der Nachtzug nach Budapest auf uns. Es sind ja nur 13 Stunden Gerumpel durch die Nacht.
Morgens in Budapest-Keleti angekommen, wartet schon die nächste Herausforderung auf uns. Die Durchquerung Budapests zum Bahnhof Kelenföld. Aber für gut vorbereitete HSV-Fans (Internet) ist das kein Problem. Dann die letzte Etappe nach Veszprém. Der Zug ist proppevoll und von viel Polizei in voller Kampfmontur bewacht. Sind wir denn schon so verrufen? Wir benehmen uns doch immer anständig! Aber keine Angst - die Angsteinflößer steigen einige Stationen vor uns aus. Puh - kann also nicht an uns gelegen haben.
In Veszprém angekommen, beziehen wir erst einmal unser Hotel. Es liegt unterhalb der schönen Burganlage. Nach einem kurzen Stadtbummel mit kulinarischem Höhepunkt bei einem „Einkaufszentrum-Chinesen“ geht es ab zur Halle. Als wir gerade um die letzte Kurve biegen, kommt das Unvermeidliche. Eine Horde Störtis entsteigt einem einheimischen Bus. Damit sind wir wenigstens zu Neunt und noch der Meinung, wir könnten hier etwas reißen. Welch ein Irrtum. Nachdem Lutz die Formalitäten mit den Karten geregelt hat, entern wir den Bierstand. Als der erste Durst gelöscht ist, gehen wir in die Halle und treffen auf dem Weg dorthin Blaženko’s Vater. Ein netter Mann, der sehr stolz auf seinen Sohn ist.
In der Halle haben wir dann Stress mit den Sicherheitskräften. Lutz muss die großen HSV-Fahnen abgeben und Michi seinen Fotoapparat. Hans-Peter hat mehr Glück. Er benutzte einen anderen Eingang und durfte seinen Fotoapparat mit in die Halle nehmen. Willkür lässt grüßen. Dank des vehementen Einsatzes von Christian Fitzek durfte Michi letztendlich doch fotografieren. Die Fahnen blieben aber leider im Sack. Unter den Zuschauern war ebenfalls ein deutscher Student, der extra für den HSV sein Studium in Budapest unterbrochen hat. Es gibt also noch mehr Verrückte…
Dann geht es los. Und wie! Die Fans von Vesprém entfalteten Ihre Fahnen über ihrem Block und fast die ganze Halle singt die Vereinshymne. Gänsehaut pur. Während des gesamten Spiels herrscht eine mörderische Lautstärke. Wir haben nicht die Spur einer Chance uns bemerkbar zu machen. Der Ausgang des Spiels soll hier nicht weiter erwähnt werden (Alesia).
Wir hoffen, uns gelingt eine angemessene Revanche in Hamburg. Nach dem Spiel das obligatorische Bier mit Veszprém-Fans, ein kurzer Schnack mit Spielern und dem Trainer und dann …Hunger! Es geht in eine Czarda. Rüdiger ist nur am schwärmen von einer tollen Maronencreme. Aber irgendwie kommt die heute nicht richtig an. Nach ausgiebiger Speisung wird es dann ungemütlich. Die Wirtsleute sind wohl der Meinung, wir wären nun lange genug ihr Gast gewesen und rücken schon einmal kräftig Tische und Stühle zusammen. Von dieser Gastlichkeit angetan, machen wir uns auf den Weg in unsere Hotels. Die Störtis wollen am nächsten Morgen zurück nach Hamburg und uns verschlägt es in Ungarns Hauptstadt.
Verfasser: Heike und Michi
Bilder findet ihr in der Galerie "HSV Handball"
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